Warum Beschnittzugabe? Und wie lege ich sie an?

Im professionellen Druck werden mehrere Exemplare auf großen Papierbögen gedruckt und anschließend im sogenannten Stapelschnitt auf das Endformat zugeschnitten. Da Schneidemaschinen produktionsbedingt winzige Toleranzen von ein bis zwei Millimetern aufweisen können, muss sichergestellt sein, dass randabfallende Hintergrundbilder, Farben oder Linien auch dann noch bis zur tatsächlichen Papierkante reichen, wenn der Schnitt minimal daneben liegt.

 

Anleitung: Beschnittzugabe anlegen

 

1. Im Vorfeld / Grundeinstellung

Legen Sie Ihr Dokument bereits beim Erstellen in dem finalen Endformat (z. B. 148 × 210 mm für A5) an und tragen Sie den geforderten Wert (z. B. 3 mm) direkt in das Feld „Anschnitt“ (Bleed) ein.

 

2. Objekte richtig platzieren

Nach dem Einrichten sehen Sie um Ihr eigentliches Dokument herum eine farbige (oft rote) Hilfslinie. Alle Bildelemente, Farben und Grafiken, die später randlos gedruckt werden sollen, müssen zwingend bis an diese äußere Hilfslinie und nicht nur bis zur Formatkante aufgezogen werden.

 

3. Sicherheitsabstand nach innen einhalten

Damit Schriften, Logos oder wichtige Bildelemente durch den Schnitt nicht versehentlich angeschnitten werden, sollten diese zusätzlich einen Sicherheitsabstand von mindestens 3 bis 4 mm zur eigentlichen Endformatkante (nach innen) haben.

 

4. Richtig exportieren

Beim Exportieren der Druckdatei (idealerweise als PDF) muss der angelegte Anschnitt zwingend mit exportiert werden. Aktivieren Sie hierfür in den Exporteinstellungen unbedingt die Häkchen bei „Schnittmarken“ und „Anschnitteinstellungen des Dokuments verwenden“.